Energie aus Biogas

Eine dezentrale Biogas-Anlage zur Gewinnung von Wärme und Strom für Betriebsgrössen ab 50 Grossvieheinheiten ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll.

Ohne fremdes organisches Material produziert man seinen Strom mit erneuerbarer Energie selbst und trägt auch zu einer geringeren Methangasbelastung der Atmosphäre bei. Das in jedem Bauernhof anfallende Methangas wird gezielt gefördert und im Motor zu Wärme und Strom verwandelt.

Funktionsweise einer Hofbiogasanlage

Die Gülle wird gesammelt und kontinuierlich in den Fermenter gepumpt. Der Fermenter besteht aus einem gasdichten Tank aus Beton. Der Tank ist isoliert, da für die Mikroorganismen eine konstante Temperatur erforderlich ist.

Innerhalb des Fermenters mischt ein Rührwerk den Inhalt durch, damit sich weder eine Schwimmschicht noch Ablagerungen am Boden bilden.

Während 50 bis 80 Tagen wird die Gülle durch die Mikroorganismen umge-wandelt. Es entstehen dabei zwei Endprodukte. Zum einen Biogas und zum andern ausgefaultes Substrat, welches aufgrund des hohen Nährstoffgehaltes ideal als Dünger verwendet werden kann.

Das Biogas gelangt in einen Gasbehälter, von wo das Blockheizkraftwerk versorgt wird, welches nebst Wärme auch Elektrizität erzeugt.

am Beispiel Biogasanlage Hari in Reichenbach